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Konzept der Akupunktur

Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, die der Therapie umschreibt:

  1. dem Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte und
  2. dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

In der Akupunktur wird die Existenz von 361 Akupunkturpunkten angenommen, die auf den Meridianen angeordnet sind. Demnach gibt es zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Meinung der Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebens-Energie )beeinflusst. Die traditionsgemäß verwendete Maßeinheit für das Aufsuchen von Einstichpunkten ist das Cun, das sich von der Breite des Daumens der Akkupunktierten Person ableitet. Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapie.

 

Historie

Im Allgemeinen ist von der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt, dass sie seit gut 5000 Jahren in ihrem Ursprungsland China Anwendung findet. Tatsächlich sind allerdings ledig 2500 Jahre TCM  dokumentiert und zwar in „Huang Di Nei Jing“ der „Innere Klassiker des Gelben Kaisers“, die erstmalige Erwähnung von Meridianen und Akupunkturpunkten , so wie sie uns überliefert sind. Die erste Erwähnung der Akupunktur (das Stechen mit Nadeln zu therapeutischen Zwecken) in Europa findet man im Jahr 1675. Der Holländer De Bondt erwähnt in W. Pisos Werk De utriusque Indiae Beobachtungen über diese Therapieform aus Japan. Der Begriff Akupunktur wurde von  Pekinger Jesuitenmöchen im 17 Jahrhundert geprägt; er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (= Nadel) und punctura (= Stich) zusammen, bedeutet also „Therapie mit Nadeln“. 1683 verfasste Willem Ten Rhyne (Arzt der Ostindischen Handelskompanie) einen ausführlichen Bericht in dem er die klinischen Wirkungen der Nadelstichtherapie beschreibt und auch den Begriff der Akupunktur erstmals erwähnt. Die erste bekannte deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur stammt aus dem Jahr 1824. Es handelt sich dabei um eine Übersetzung von A Treatise on Acupunturation des Engländers James M. Churchill.

 

Die Polarität in der Chinesischen Medizin

Überall, wo sich Leben befindet, ist Energie im Spiel, kosmische Qi, welches in polarer Spannung, im Wechsel zwischen Yin und Yang den Menschen durchflutet. Dieser befindet sich als Geschöpf quasi zwischen Himmel und Erde. Sein Kopf ragt zum Yang des Himmels, und seine Füße wurzeln auf dem Yin der Erde. Von dort beziehen sie die Yin-Kräfte, die durch den Körper wieder aufsteigen, um sich mit dem Yang zu verbinden und diesen Kosmischen Kreislauf immer non neuem zu vollziehen    

Leben bedeutet also Polarität, ein fließender Austausch zwischen den beiden Polen Yin und Yang, gewährt uns Gesundheit und Lebensfreude. Dies praktizieren wir durch das setzen von Akupunktur Nadeln /Moxibustion und Massage zur Harmoniezierung unsere Lebensenergie. Krankheit bzw. Disharmonie entsteht dann, wenn ein Pol zu dominieren beginnt und der Entgegengesetzte Pol, als Antwort darauf, durch eigene Vergrößerung irgendwann die Oberhand gewinnt. Nun ist die Regelmäßigkeit des Energieflusses unterbrochen, di e Organfunktionen reagieren gestört, die Erkrankung nimmt ihren Lauf.

Durchführung

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert,  liegend oder sitzend. Vor dem Einstich einer Nadel wird die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert/ Desinfektiert. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, maximal 16. Auch nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt verharren. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel zehn bis fünfzehn solcher Sitzungen.

Indikationen

  • Bei Stress und dessen Folgeerscheinungen; Psychosomatische Krankheitsbilder, Suchtproblemen, …..
  • Orthopädische; Rückenleiden aller Art, Gelenksproblemen, Arthrose, Sportverletzungen, Kopfschmerzen, Migräne, …..
  • Organisch; Bauchproblemen, Verstopfung, Diarrhoe, Allergie-Reaktionen, …..
  • Prä und Postnatale Geburtstraumata, …..
  • Hautreaktionen, Allergie, Heuschnupfen, ….